Eliza Ikeda sagt: „Ich mache Filme, weil ich möchte, dass die Menschen die Schönheit des Films mehr zu schätzen wissen.“

Profil

Eliza Ikeda
Geboren am 16. April 1996. Aus der Präfektur Fukuoka. Schauspielerin.
Sie wirkte in zahlreichen Dramen, Filmen und Werbespots mit.
Sie wirkte in dem TV-Osaka-Drama „Mittagessen an einer berühmten architektonischen Stätte“ mit.
Derzeit ist sie als Moderatorin bei der NHK BS Premium-Sendung „The Covers“ tätig.

Eliza Ikeda, die mit 13 Jahren ihr Debüt in der Unterhaltungsbranche gab und seitdem als Model, Schauspielerin und Sängerin tätig ist, führte dieses Jahr auch bei ihrem ersten Film Regie. Wir befragten sie zu ihrer Studienzeit, ihren Werten in ihrer Arbeit, ihren Gedanken zum Filmdreh und ihren Gefühlen zu ihrer eigenen Kreativität.

■Ich möchte jedem Einzelnen meine Aufmerksamkeit schenken und sorgfältig mit ihm kommunizieren.


Beim Schauspielern neigt man dazu, während der Vorstellung weniger Rücksicht auf die Menschen um sich herum zu nehmen. Wenn die Figur von Verzweiflung und Leid überwältigt ist, überträgt sich dieses Gefühl auf einen selbst. Es ist schwierig, in so einer Situation immer zu lächeln. Deshalb versuche ich, so oft wie möglich mit dem technischen Team zu essen und sie nach ihren Gefühlen beim Ausleuchten und ihren Schnittplänen zu fragen. Ich habe gelernt, um als Schauspieler mein Bestes geben zu können. Das wurde zur Vorbereitung auf meine spätere Regiearbeit.

 Als Filmregisseur muss man seine eigenen Emotionen in die Schauspieler einfließen lassen, was bedeutet, dass man sich auf die direkte Kommunikation mit ihnen einlassen muss, die man zuvor vernachlässigt hatte. Da die Regiemethode für jeden anders ist, habe ich, egal wie beschäftigt ich war, jede freie Minute genutzt, um auf die Gefühle der Schauspieler einzugehen.

 Als Leiter des Produktionsteams habe ich darauf geachtet, klare Ziele zu setzen und diese präzise zu kommunizieren, damit alle mitziehen konnten. Ich glaube, dass meine eigene Freude die Motivation aller weckt, daher lege ich großen Wert darauf, diese zu erhalten.

Ich finde, „Summer, Everywhere“ ist ein sehr zugänglicher Film, der sich an junge Leute richtet. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, deshalb würde mich interessieren, mit wessen Perspektive Sie sich identifizieren konnten. Der Film legt mehr Wert auf die schauspielerische Leistung als auf die Optik und eignet sich hervorragend, um persönliche Anekdoten und Erfahrungen auszutauschen.

 Im Beruf muss ich meine Meinung klar äußern, daher kann ich pragmatisch vorgehen, obwohl ich normalerweise eher schüchtern bin. Privat bevorzuge ich ein ruhiges Lebenstempo und trenne Berufliches und Privates klar. Mit 24 Jahren möchte ich jemand werden, dem man vertrauensvoll Aufgaben anvertrauen kann. Ich möchte sorgfältig kommunizieren, damit die Leute denken: „Ikeda Elaiza kann diese Art von Arbeit erledigen.“ Um dieses Vertrauen zu gewinnen, werde ich nichts Unverantwortliches tun.
 

■Filmregisseur zu werden war eine unglaublich aufregende und freudvolle Erfahrung!


 Sobald ein Werk veröffentlicht wird, entstehen verschiedene Interpretationen. Es ist interessant, wenn meine eigene Interpretation von denen anderer abweicht, deshalb versuche ich, keine Annahmen über die Reaktion des Publikums zu treffen. Ich wünsche mir, dass viele Menschen es sehen, aber ich freue mich mehr, wenn es Menschen erreicht, die ein gemeinsames Verständnis teilen, als eine zufällige Masse. Durch die Verbreitung sozialer Medien ist es möglich geworden, viele verschiedene Menschen zu erreichen, aber ich denke, Zahlen erfassen nicht das Wesentliche. Hinter den Zahlen stehen Menschen, und 1.000 Follower bedeuten so viel wie eine ganze Schule voller Menschen und Leben. Ich möchte die Dinge nicht nur in Zahlen betrachten.

   Es ist die Realität, nicht die Welt auf dem Bildschirm, die mich prägt. Es war unglaublich erfüllend, ein Werk in meinen eigenen Worten fertigzustellen und mich ehrlich auszudrücken. Ich war wirklich glücklich, an allen Aspekten der Unterhaltungsbranche, die ich liebe, mitwirken zu dürfen. Es gab eine Szene, in der die beste Freundin der Protagonistin weinte, und da sie die Rolle durch ein Vorsprechen bekommen hatte, war es ihr erstes Mal vor der Kamera. Sie war so überwältigt von der Erfahrung, so heftig zu weinen, dass sie anscheinend sogar noch auf der Busfahrt nach Hause weinte. Ich war so glücklich, Zeuge von jemandes erster Begegnung mit solch einer Emotion zu sein. Ich denke, die Regisseure, mit denen ich bisher gearbeitet habe, müssen das genauso empfunden haben, und es hat in mir den Wunsch geweckt, selbst noch mehr unterschiedliche Emotionen zu erleben.

■Ich möchte, dass du die Gefühle, die dir wichtig sind, niemals vergisst.


„Ich habe meine Jugend völlig vergessen.“ Das ist etwas, was ich schon als Kind gehasst habe, wenn Erwachsene das sagten. Ich glaube, das Studium ist ein Wendepunkt, an dem sich der Horizont erweitert, und man neigt dazu zu vergessen, wie man war, bevor man erwachsen wurde. Genau deshalb möchte ich, dass du das Gefühl hast, es nicht zu vergessen. Die Ungeduld, die Wut und die Traurigkeit der Jugend sind Gefühle, die man als Erwachsener kontrollieren kann. Man hört entweder auf, sie zu fühlen, oder man lässt sie verschwinden. Die Energie der Kindheit wird zur treibenden Kraft. Wenn du dich also noch daran erinnerst, vergiss sie bitte nicht und lebe mit Stolz. Die Emotionen, die du mit doppelter Intensität erlebt hast, sind etwas Wunderschönes.

Aus der Studentenzeitung, Ausgabe vom 1. Oktober 2020 (Naoto Kajima, Student im 4. Studienjahr an der Chukyo-Universität)

Reon Kitajima (2. Jahr, Bunkyo-Universität) / Ririko Suzuki (2. Jahr, Aoyama Gakuin-Universität) / Honoka Hama (1. Jahr, Toyo-Universität) / Keiya Ishioka (4. Jahr, Senshu-Universität) / Hideki Anzai (4. Jahr, Komazawa-Universität) / Naoto Kajima (4. Jahr, Chukyo-Universität)

Fotografie: Professioneller Fotograf Seita Hirota

<Englischer Artikel>

Eliza Ikeda

„Ich drehe Filme, weil ich möchte, dass die Menschen ein besseres Gefühl bei Filmen haben.“

■Profil
Geboren am 16. April 1996 in Fukuoka. Schauspielerin.
Er wirkte in zahlreichen Dramen, Filmen und Werbespots mit.
Spielte in der Fernsehsendung „Lunch at a Famous Building“ mit.
Sie ist außerdem Moderatorin der NHK BS Premium-Sendung „TheCovers“.

Nach ihrem Debüt in der Unterhaltungsbranche mit 13 Jahren arbeitete Eliza Ikeda als Model, Schauspielerin und Sängerin und führte dieses Jahr auch bei ihrem ersten Film Regie. Wir interviewten sie darüber, wie sie ihre Schulzeit verbrachte, was sie an ihrer Arbeit schätzt, wie sie das Filmemachen empfand und wie sie ihre Kreativität in ihre Arbeit einbringt.

■Ich möchte jedem Einzelnen nahe sein und sorgfältig kommunizieren.

Ich glaube, dass ich während der Dreharbeiten als Schauspieler oft zu wenig Rücksicht auf meine Mitmenschen nehme. Wenn die Rolle hoffnungslos und leidvoll ist, überkommt mich das alles. Es ist nicht leicht, in so einer Situation immer zu lächeln. Deshalb habe ich so viel Zeit wie möglich mit den Leuten aus der Technikabteilung beim Abendessen verbracht und sie gefragt, wie sie das Drehbuch fanden und wie sie den Film schneiden würden. Ich hatte gelernt, als Schauspieler mein Bestes zu geben. Das hat mich auf die Regiearbeit vorbereitet.

Wenn man einen Film dreht, muss man direkt mit den Schauspielern kommunizieren, was mir vorher nicht möglich war, weil man seine eigenen Gefühle zurückstellen und sie den Schauspielern vermitteln muss. Jeder Regisseur hat seine eigene Methode, deshalb habe ich, egal wie beschäftigt ich war, in meiner Freizeit versucht, mich in die Gefühle der Schauspieler hineinzuversetzen.

Als Leiter des Produktionsteams habe ich versucht, klare Ziele zu setzen und diese präzise zu kommunizieren, damit alle meinen Anweisungen folgen. Mir ist es besonders wichtig, dass die Arbeit Spaß macht, denn das motiviert alle. Deshalb versuche ich, diese positive Atmosphäre beizubehalten.

Ich finde, „Stadt ohne Meer“ ist ein sehr zugänglicher Film für junge Leute. Die Charaktere sind ziemlich unterschiedlich, deshalb würde mich interessieren, wem du dich beim Ansehen des Films anvertraut hast. Der Film konzentriert sich mehr auf das Theaterstück als auf die Bilder, und du kannst deine Erfahrungen ganz nach deinen Vorstellungen schildern.
Im Beruf muss ich mich klar ausdrücken, bin aber normalerweise eher schüchtern. Privat genieße ich ein ruhiges Leben und habe, glaube ich, eine etwas sprunghafte Persönlichkeit. Jetzt, mit 24 Jahren, möchte ich das Vertrauen gewinnen, meine Arbeit souverän zu erledigen. Ich möchte sorgfältig kommunizieren, damit man mich als kompetente Person für diese Art von Arbeit wahrnimmt. Um dieses Vertrauen zu gewinnen, werde ich nichts Unverantwortliches tun.

■Die Filmregie war eine sehr schöne Erfahrung!

Wenn eine Produktion weltweit veröffentlicht wird, entstehen viele verschiedene Interpretationen. Es ist spannend, wenn man selbst und andere sie unterschiedlich wahrnehmen. Deshalb versuche ich, mir keine vorgefasste Meinung darüber zu bilden, wie der Film beim Publikum ankommt. Ich wünsche mir, dass viele Menschen meine Filme sehen, aber es freut mich mehr, wenn sie Menschen mit einem gemeinsamen Verständnis erreichen, als eine unbestimmte Anzahl. Soziale Netzwerke ermöglichen es, alle möglichen Menschen zu erreichen, aber ich glaube nicht, dass Zahlen allein den Kern der Sache erfassen. Es gibt Menschen jenseits der Zahlen, und 1,000 Follower bedeuten, dass es Menschen und Leben gibt, die so viel wert sind wie eine ganze Schule. Deshalb möchte ich es nicht nur in Zahlen betrachten.

Nicht die Welt auf dem Bildschirm prägt einen, sondern die Realität. Es war ein wunderbares Gefühl, meine Arbeit in meinen eigenen Worten zu vollenden und mich ehrlich auszudrücken. Ich war so froh, an all den Unterhaltungsprojekten beteiligt gewesen zu sein. Es gab eine Szene, in der die beste Freundin der Hauptfigur weinte. Da sie das Mädchen war, das für die Rolle vorgesprochen hatte, stand sie zum ersten Mal auf der Bühne. Sie war so überwältigt von der Erfahrung, so heftig zu weinen, dass sie auf der Heimfahrt im Bus weinte. Es hat mich sehr gefreut, Emotionen zu erleben, die Menschen zum ersten Mal berührt haben. Wenn ich darüber nachdenke, ob die Regisseure, mit denen ich gearbeitet habe, das genauso empfunden haben, möchte ich auch noch mehr solcher Gefühle erleben.

■Ich hoffe, du vergisst niemals die Gefühle, die dir so viel bedeuten.

„Ich habe vergessen, wie es war, als ich jung war.“ Das sind die Worte von Erwachsenen, die ich seit meiner Kindheit zutiefst verabscheue. Ich glaube, Studierende befinden sich an einem Wendepunkt: Ihr soziales Umfeld erweitert sich, und sie haben vergessen, wie es war, bevor sie erwachsen wurden. Deshalb möchte ich ihnen das Gefühl geben: „Ich werde das nicht vergessen.“ Die Frustration, Wut und Traurigkeit der Jugend werden im Erwachsenenalter kontrolliert, und man wird sie entweder gar nicht mehr spüren oder sie selbst verdrängen. Die Vitalität der Kindheit ist eure treibende Kraft. Wenn ihr euch also noch daran erinnert, vergesst sie bitte nicht und lebt stolz auf diese Gefühle, denn mit doppelter Sensibilität aufgenommen, sind sie wunderschön.

Verantwortlich für die Übersetzung: INTERNATIONALE CHISTISCHE UNIVERSITÄT Mai Wako
Übersetzung von: Mai Wakao, Studentin im ersten Studienjahr an der International Christian University

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