Karen Otomo: Ich werde meine ganze Energie der Gegenwart widmen, nicht einer ungewissen Zukunft.

<Profil>

Karen Otomo

Geboren am 9. Oktober 1999, ist sie ein exklusives Model des Magazins „Seventeen“. 2016 wurde sie zur 12. Cheerleader-Managerin der „95. Nationalen Highschool-Fußballmeisterschaft“ ernannt, was als Sprungbrett für junge Schauspielerinnen gilt. Sie wirkte in zahlreichen populären Produktionen mit, darunter der Film „Let Me Eat Your Pancreas“ (2017) und die Dramen „Cheer☆Dan“ (2018, TBS) und „Your Turn to Kill“ (2019, NTV). Außerdem spielte sie die Hauptrolle in „Newbie Sisters' Two-Person Meals“ (2019, TV Tokyo). Darüber hinaus ist sie in verschiedenen Bereichen aktiv, unter anderem als Gast in „King's Brunch“ (TBS) und als Moderatorin der Radiosendung „My Classmate is Karen Otomo!“ (Bunka Broadcasting).

Instagram-Konto: @karen_otomo

Karen Otomo, die bereits während ihrer Schulzeit ihr Debüt in der Unterhaltungsbranche gab, meisterte den Spagat zwischen Schauspiel- und Modeljobs und Studium während ihrer gesamten Schulzeit. Wir haben sie gefragt, wie ihre Jugend war, was ihr wichtig ist, was sie antreibt und was sie Studierenden im gleichen Alter mitgeben möchte.

Ich hätte so gern einem Schulclub beigetreten... aber die Arbeit war meine Jugend.

In der Grundschule war ich sehr aktiv. An meiner Schule gab es viele Veranstaltungen, wie Seilspringwettbewerbe, Marathonläufe und Sportfeste, und ich habe mich immer mit vollem Einsatz darauf vorbereitet und trainiert. Es gab nicht so viele Schüler, daher herrschte eine tolle Atmosphäre, in der sich alle meine Freunde und Lehrer gut verstanden, und ich habe die Schule geliebt.

 Meine Karriere im Showbusiness begann mit dem Eintritt in die Mittelschule, und mein Schulleben veränderte sich dadurch grundlegend. Manchmal musste ich wegen der Arbeit die Schule versäumen, daher konzentrierte ich mich darauf, Arbeit und Studium unter einen Hut zu bringen und darüber nachzudenken, wie ich meinen Mitmenschen keinen Ärger bereiten und gleichzeitig meine schulischen Leistungen nicht beeinträchtigen konnte. Meine gesamte Mittel- und Oberstufenzeit verbrachte ich mit diesem Ziel vor Augen.

 Da ich an keinen Schulclubs teilnehmen konnte, bewunderte ich sie zwar, aber die Fotografie war meine größte Leidenschaft. Die Zeit, die ich am Set verbrachte, war wirklich der schönste Teil meiner Jugend.

Ich möchte süße Kleidung tragen!

 Mein ursprünglicher Wunsch, in die Unterhaltungsbranche einzusteigen, entstand dadurch, dass ich im Fernsehen Prominente in niedlicher Kleidung sah und dachte: „Ich möchte auch solche Kleidung tragen!“

 Als ich dann in der sechsten Klasse war, entdeckte ich zufällig eine Zeitschrift in einer Buchhandlung und las etwas über Lesermodels. Also bewarb ich mich. Ich fing mit der Schauspielerei an. Danach probierte ich verschiedene Genres aus, darunter Modeln, Unterhaltungsshows und Radio.

 Wenn ich von allen, die meine Bilder gesehen haben, positive Rückmeldungen erhalte, empfinde ich tiefe Zufriedenheit und meine Motivation steigt. Ich habe diese Arbeit aus Leidenschaft gemacht, aber die Tatsache, dass sie jemanden berührt und ermutigt hat, ist einfach wunderbar und gibt mir ein Gefühl der Erleichterung. Ich möchte mich noch mehr für alle einsetzen.

 Ich werde oft gefragt, was ich als 20-jähriges Mädchen heutzutage denke, deshalb mache ich mir Gedanken über verschiedene Dinge, darunter auch Trends, um Informationen über wundervolle Orte und Dinge angemessen weitergeben zu können.

Alle, die hier arbeiten, sind Lehrer.

 Die Arbeitswelt hat sich verändert, seit ich angefangen habe zu arbeiten, aber ich glaube nicht, dass ich mich selbst so sehr verändert habe.

 Ich habe das Gefühl, dass ich meinen heutigen Erfolg dem täglichen Fleiß und der ständigen Anstrengung zu verdanken habe, in neuen Umgebungen nicht den Anschluss zu verlieren. Ich habe diesen Job in der ersten Klasse der Mittelschule angefangen und hatte die Gelegenheit, mit vielen Profis zusammenzuarbeiten. An der Seite von Menschen zu arbeiten, die ihre jeweiligen Fachgebiete beherrschen, lässt mich oft meine Unzulänglichkeit spüren. Ich habe wirklich noch einen langen Weg vor mir. Meine erfahrenen Kollegen sind allesamt großartige Persönlichkeiten, und ich versuche stets, in ihre Fußstapfen zu treten.

Schätze die Begegnungen, die dir das Unbekannte eröffnen.

 Ich habe eigentlich keinen bestimmten Wunsch. Meine Modelkarriere begann, weil mir jemand sagte: „Es gibt da so ein Casting, da gehe ich einfach mal hin.“ Indem ich Chancen ergriffen und Neues ausprobiert habe, habe ich so viele unerwartete Begegnungen und Entdeckungen gemacht. Oft bin ich froh, dass ich es getan habe, und deshalb möchte ich jede einzelne Begegnung weiterhin wertschätzen, egal was passiert.

 Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt, und manchmal mache ich mir Sorgen: „Werde ich so weiterarbeiten können?“ Aber in solchen Momenten versuche ich, mich auf die Gegenwart zu konzentrieren. „Das erledige ich für die Arbeit von morgen“ oder „Das bereite ich für den Dreh nächste Woche vor.“ Ich kann die Zukunft nicht sehen, also konzentriere ich mich voll und ganz auf das, was ich jetzt sehe.

Zeit mit Freunden verbringen, die wie Familie sind

 Ich bin regelmäßig in der Nachmittagssendung „King's Brunch“ (TBS und einige Partnersender) zu sehen, die samstags ausgestrahlt wird und alle drei Wochen läuft. Ich bin jetzt im vierten Jahr dabei. Ich bin seit der neunten Klasse dabei, daher war „Brunch“ immer bei wichtigen Momenten in meinem Leben dabei, wie meinem Schulabschluss und meinem 1. Geburtstag. Die Stammbesetzung nennt sich die „Brunch-Familie“, und wie der Name schon sagt, sind wir wie eine richtige Familie. Sie haben kürzlich eine Dinnerparty zu meinem Geburtstag veranstaltet, und ich bin so glücklich, dass wir so eine gute Beziehung aufbauen konnten. Ich denke, genau diese Beziehung ermöglicht es uns, allen von Samstagmorgen bis zum Mittagessen eine angenehme und unterhaltsame Zeit zu bieten. Ich hoffe, dass die Sendung andere dazu inspiriert, auch an ihren freien Tagen ihr Bestes zu geben, anstatt nur faul herumzuliegen.

 Hauptmoderator Ken Watabe spricht aktiv nicht nur mit den Stammbesetzungen, sondern auch mit den Mitarbeitern und trägt so zu einer positiven Atmosphäre im Studio bei. Shiori Sato ist ein wundervoller Mensch, der mit ihrem Lächeln die Stimmung um sich herum aufhellt. Ich hoffe, ich kann einmal so werden wie Shiori. Sie ist mein Idealbild einer Frau.

Gedanken an alle Universitätsstudenten meiner Generation

Euch alle so fleißig beim Studium und bei der Jobsuche zu sehen, ist unglaublich inspirierend für mich. Ich selbst kenne mich im Universitätsleben kaum aus. Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, welche Kurse ihr belegt oder auf welche Zukunft ihr euch vorbereitet, aber zu sehen, wie meine Kommilitonen sich durchkämpfen, motiviert mich, selbst hart zu arbeiten. Ich hoffe, wir schaffen das alle gemeinsam in dieser Reiwa-Ära.

Ich habe viele Plattformen, auf denen ich meine Gedanken teilen möchte, wie zum Beispiel soziale Medien und Fernsehen, daher hoffe ich, Inhalte zu liefern, die jedem ein gutes Gefühl geben.

Aus der Studentenzeitung, Ausgabe vom 20. April 2020 (Naoto Kajima, Student im 3. Studienjahr an der Chukyo-Universität)

Shohei Kajita (3. Jahr, Nihon-Universität) / Reon Kitajima (1. Jahr, Bunkyo-Universität) / Anna Yamamoto (4. Jahr, Keio-Universität) / Naoto Kajima (3. Jahr, Chukyo-Universität) / Hideki Anzai (3. Jahr, Komazawa-Universität)

Fotografie: Professioneller Fotograf Seita Hirota

<Englischer Artikel>

Karen Ootomo 

■Profil:

Geboren am 9. Oktober 1999. Exklusivmodel für das Magazin Seventeen. 2016 wurde sie als zwölfte Cheerleader-Managerin für die 95. Nationale Highschool-Footballmeisterschaft ausgewählt, ein Wettbewerb, der als Sprungbrett für junge Schauspielerinnen gilt. Sie wirkte in zahlreichen populären Filmen mit, darunter „Let Me Eat Your Pancreas“ (2017), die Dramen „Cheer☆Dan“ (2018, TBS) und „Your Turn to Kill“ (2019, NTV) sowie „Let's Have a meal together“ (2019, TV Tokyo), in dem sie die Hauptrolle spielte. Außerdem war sie in der Sendung „King's Brunch“ (TBS) und als Radiomoderatorin in der Sendung „My Classmate is Hanakoi Otomo!“ (Bunka Hoso) zu sehen. 

Instagram-Konto @karen_otomo 

Nach ihrem Debüt in der Unterhaltungsbranche bereits als Mittelschülerin jonglierte Hanako Otomo während ihrer Schulzeit ihre Schauspiel- und Modelkarriere mit ihrem Studium. Wir haben sie zu ihrer Jugend, ihren Werten und ihrer Arbeit befragt und sie außerdem nach ihren Gedanken über Studierende ihrer Generation und ihren Wünschen an diese befragt. 

Ich hätte so gerne an Vereinsaktivitäten teilgenommen… aber meine Jugend war geprägt von der Arbeit. 

In der Grundschule war ich sehr aktiv. Es gab viele Schulveranstaltungen wie Seilspringwettbewerbe, Marathonläufe und Sportfeste, und ich habe immer all meine Energie in die Vorbereitung und das Training dafür gesteckt. Ich mochte die Schule sehr, weil es nicht so viele Schüler gab und es eine angenehme Atmosphäre war, in der alle meine Freunde und Lehrer gut befreundet waren. 

 Ich begann bereits während meiner Mittelschulzeit in der Unterhaltungsbranche zu arbeiten, was meine schulische Zeiteinteilung veränderte. Aufgrund meines Jobs musste ich zeitweise der Schule fernbleiben, sodass ich mich in der Mittel- und Oberstufe voll und ganz auf meine Arbeit und mein Studium konzentrieren konnte, ohne dabei andere zu stören oder schulisch zurückzufallen.  

 Da ich nicht an Vereinsaktivitäten teilnehmen konnte, vermisste ich sie sehr, aber das Filmen gefiel mir noch besser. Die Zeit, die ich an Drehorten verbrachte, war die schönste meiner Jugend. 

■Ich möchte schöne Kleidung tragen! 

 Meine Faszination für die Unterhaltungswelt begann, als ich im Fernsehen Prominente in niedlicher Kleidung sah und dachte: „Ich wünschte, ich könnte diese Kleidung auch tragen!“   

Als ich in der sechsten Klasse der Grundschule war, entdeckte ich zufällig eine Zeitschrift in einer Buchhandlung und bewarb mich als Lesermodel. Zuerst versuchte ich mich in der Schauspielerei. Danach probierte ich verschiedene Genres aus, wie Modeln, Fernsehen und Radio. 

 Ich fühle mich belohnt und motiviert, wenn ich dankbare Rückmeldungen von Menschen erhalte, die meine Arbeit gesehen haben. Ich finde es fantastisch, dass meine Arbeit, die ich so gerne mache, die Herzen der Menschen berührt und ihnen Mut macht – und mir gleichzeitig auch selbst hilft. Deshalb möchte ich noch mehr für alle tun. 

 Ich werde oft gefragt, was ich als 20-jähriges Mädchen denke, deshalb mache ich mir viele Gedanken darüber, wie ich schöne Orte und Dinge, einschließlich Trends, am besten vorstellen kann. 

■Jeder, der arbeitet, ist ein Lehrer. 

 Seit meinem Arbeitsbeginn hat sich mein Umfeld verändert, aber ich glaube nicht, dass ich mich großartig verändert habe. Ich habe das Gefühl, diesen Punkt in meinem Leben erreicht zu haben, weil ich jeden Tag hart daran arbeite, mich von der neuen Umgebung nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Ich habe diesen Job in der ersten Klasse der Mittelschule angefangen und mit vielen Profis zusammengearbeitet. Da ich mit Menschen zusammenarbeite, die ihr Fachgebiet an verschiedenen Orten beherrschen, habe ich oft das Gefühl, noch nicht so weit zu sein. Ich bin noch nicht so weit. Die erfahrenen Kollegen (Senpai), mit denen ich zusammenarbeite, sind alle wirklich tolle Menschen, deshalb fühle ich mich immer, als würde ich ihnen folgen. 

■Genieße jede unerwartete Begegnung. 

 Ich habe eigentlich kein bestimmtes Ziel. Meine Modelkarriere begann mit einem Casting wie diesem. Durch die mir gebotenen Herausforderungen habe ich viele unerwartete Begegnungen und Entdeckungen gemacht. Ich bin oft froh, dass ich diese Chancen genutzt habe, und möchte jede einzelne dieser unerwarteten Begegnungen weiterhin wertschätzen. 

 Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt, und frage mich oft, ob ich so weiterarbeiten kann. Aber wenn das passiert, versuche ich, mich auf die Gegenwart zu konzentrieren. Ich denke dann: „Das mache ich für die Arbeit von morgen“ oder „Ich bereite mich auf den Dreh nächste Woche vor.“ Ich kann die Zukunft nicht sehen, also gebe ich mein Bestes nur dort, wo ich jetzt etwas bewirken kann. 

■ Zeit mit Kollegen, die wie eine Familie sind  

 Ich trete regelmäßig alle drei Wochen in der Mittagssendung „King's Brunch“ (TBS und einige Partnersender) auf, die samstags ausgestrahlt wird. Dieses Jahr bin ich zum vierten Mal dabei. Seit der 9. Klasse ist die „Branch“-Gruppe immer an meiner Seite gewesen, in wichtigen Momenten meines Lebens, wie zum Beispiel meinem Schulabschluss und meinem 20. Geburtstag. Wir nennen die Stammgäste die „Branch-Familie“, und wie der Name schon sagt, sind sie wie eine richtige Familie. Neulich haben sie eine Dinnerparty zu meinem Geburtstag veranstaltet, und ich habe mich sehr über diese enge Verbindung gefreut. Und dank dieser Verbindung glaube ich, dass ich allen eine angenehme und herzliche Zeit vom Samstagmorgen bis zum Mittagessen bieten kann. Ich würde mich freuen, wenn dies für die Leute eine Gelegenheit wäre, ihren freien Tag sinnvoll zu nutzen und nicht zu faul zu sein. 

 Der Hauptmoderator, Ken Watanabe, unterhält sich sowohl mit den Mitarbeitern als auch mit den Künstlern und sorgt für eine angenehme Atmosphäre im Studio. Shiori Sato ist ein wundervoller Mensch, der mit ihrem Lächeln alle um sich herum erfreut. Ich wünschte, ich könnte so sein wie Shiori-san. Sie ist mein Idealbild einer Frau.  

■„Gedanken“ an die Universitätsstudenten meiner Generation 

Es motiviert mich sehr, euch beim Lernen und bei der Jobsuche so engagiert zu sehen. Ich kenne mich persönlich nicht so gut im Universitätsleben aus. Ich kann mir kaum vorstellen, welche Kurse ihr belegt und wie ihr euch auf die Zukunft vorbereitet. Aber zu sehen, wie Gleichaltrige in diesem Umfeld kämpfen, spornt mich oft an, mein Bestes zu geben. Ich hoffe, dass wir uns alle in der Reiwa-Ära gemeinsam weiterentwickeln können. 

Ich habe viele Möglichkeiten, meine Botschaften zu verbreiten, zum Beispiel über soziale Netzwerke und das Fernsehen. Ich hoffe, ich kann Ihnen ein fantastisches Gefühl vermitteln. 

Verantwortlich für die Übersetzung: INTERNATIONALE CHISTISCHE UNIVERSITÄT Mai Wako

Übersetzung von: Mai Wakao, Studentin im ersten Studienjahr an der International Christian University

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